Grundlagen
Implizite Volatilität
Sobald es Optionen auf ein Produkt gibt, steckt im Preis auch implizite Volatilität. Sie zeigt nicht die Vergangenheit, sondern die aktuell eingepreiste Erwartung.
Grundidee
IV ist immer da, wenn Optionen existieren
Implizite Volatilität, kurz IV, wird aus gehandelten Optionspreisen abgeleitet. Sie ist die vom Markt aktuell eingepreiste zukünftige Schwankung.
Das gilt für Indizes, für einzelne Aktien und auch für viele ETF- und Rohstoffbereiche, sobald darauf Optionen gehandelt werden.
Indizes
VIX, VVIX und VDAX
Der wichtigste IV-Indikator ist der VIX. Er bezieht sich auf 30-Tage-Erwartungen, die aus SPX-Optionen abgeleitet werden. Im Dashboard siehst du diese Welt direkt.
- VIX1D 1 Tag. TradingView
- VIX9D 9 Tage.
- VIX 30 Tage. TradingView
- VIX3M 3 Monate. TradingView
- VIX6M 6 Monate. TradingView
- VIX1Y 1 Jahr.
Daneben gibt es den VVIX, also die Volatilität auf den VIX selbst. TradingView: VVIX
Für den DAX ist der VDAX beziehungsweise meist VDAX-NEW das passende Pendant. TradingView: DV1X
Aktien und Rohstoffe
IV auf Einzelwerten und Spezialmärkten
Für einzelne Aktien gibt es meist keinen universellen Leitindex wie den VIX. Dafür sieht man direkt an der jeweiligen Optionskette sehr gut, ob Optionen historisch eher teuer oder billig eingepreist sind.
Im Rohstoffbereich sind vor allem OVX für Öl, GVZ für Gold und VXSLV für Silber interessant. Diese Indikatoren zeigen, wie teuer Volatilität dort gerade ist.
Praktisch wichtig: Diese Volatilitätsindizes sind eher Beobachtungs- und Regimeindikatoren. Anders als beim VIX gibt es darauf meist keine vergleichbar etablierten Standard-Optionsprodukte für den normalen Retail-Workflow.